Unter der Anleitung der Warendorfer Musikpädagogin und Musikerin Gudrun Gunia arbeiteten die Musiker der Band zwei Nachmittage lang an ihrem Repertoire. Mit großem Eifer wurden, ausgehend von den individuellen Stärken der Musiker, verschiedene Rhythmik-und Atemübungen sowie Bühnenperformances erarbeitet und direkt in die bereits geprobten Stücke eingeflochten. Selbstverständlich durfte auch die ein oder andere „Jam-Session“, bei denen die Musiker ungezwungen miteinander improvisieren, nicht fehlen.
Das Kunst-Projekt konnte als Dozentin für ihren Workshop Bianca Mense aus Reckenfeld gewinnen. Hier stand das Arbeiten mit natürlichen Materialien im Mittelpunkt: Nach einer Meditation mit anschließender Materialiensammlung in einem Reckenfelder Waldgebiet gestalteten die Teilnehmer in den Atelierräumen von Frau Mense Leinwände mit Hilfe der gesammelten Materialien, Farbe und Strukturpaste. In anschließenden Gesprächsrunden hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die bei der gestalterischen Arbeit empfundenen Emotionen in Worte zu fassen. Marita Hölscher, Leiterin des Projektes, zeigte sich beeindruckt von der Ausdauer und Konzentration, mit der die Teilnehmer bei der Sache waren sowie von den Ergebnissen, die die Individualität jedes Teilnehmers wiederspiegeln.
Das Theaterensemble „Freispiel“ engagierte für die Leitung ihres Wochenend-Workshops die renommierte Tanz-und Theaterpädagogin Lidy Mouw. Das Wochenende stand ganz unter dem Motto des Sich-Ausprobierens und der Frage: Was beschäftigt die Gruppenmitglieder ganz persönlich aber auch als künstlerische Gruppe? Über die persönlichen Interessen der einzelnen Teilnehmer wurden spielerisch theatrale Inhalte entwickelt. In Einzel- und Kleingruppenarbeit entstanden erste Spielideen. Vertieft wurden diese durch Differenzierung im Rollenspiel und im Umgang mit Sprache. Die Teilnahme gehörloser Schauspieler bereicherte die Arbeit, da der Aspekt der non-verbalen Kommunikation und der Gebrauch der Gebärdensprache als theatrales Mittel interessante Möglichkeiten bieten.
Die Teilnehmer und Leiterinnen der Kreativgruppen waren sich einig: Wiederholung dringend erwünscht! Mit großem Spaß konnten die Künstler mit und ohne Behinderung einen großen Schritt zur Erweiterung ihrer künstlerischen Selbstwahrnehmung und Ausdrucksstärke machen.